Eingebettet in das Silbertaler Dorfzentrum steht eine Schule, die auf den ersten Blick unspektakulär wirkt. Aus einem in die Jahre gekommenen Gebäude aus den 1960er Jahren wurde ein zeitgemäßer Ort zum Lernen und für die Dorfgemeinschaft.
Nach der thermischen Sanierung und der neuen Holzfassade 2017 (Planung: Lang Vonier Architekten) stand im Sommer 2025 das Innere im Mittelpunkt. Ziel war es, die räumlichen Qualitäten der Schule grundlegend neu zu denken und sie an heutige pädagogische Anforderungen anzupassen.
Vom Gang zur Lernlandschaft
Die Logik aus langen Gängen und daran aufgefädelten Klassenräumen wurde bewusst aufgebrochen. Großzügige Öffnungen, Sitznischen und Sichtfenster verbinden Gang und Klassenraum, Lehr- und Lernmaterialien sind in die Wände integriert. Die zuvor monofunktionalen Verkehrsflächen werden damit zu pädagogisch nutzbaren Räumen.
Im Erdgeschoss bilden Küche, Ausspeisung und Foyer ein gemeinsames Zentrum, das auch Vereinen und der Gemeinde offensteht. So wird die Schule zum integrativen Teil des Dorflebens.
Atmosphäre statt Strenge
Helle Oberflächen aus Tanne und Esche, zurückhaltende Pastellflächen sowie neue Akustikdecken und Beleuchtung schaffen eine warme, einladende Lernumgebung. Auf spektakuläre Gesten wurde bewusst verzichtet – im Mittelpunkt stand die Frage, wo sich Kinder und das Lehrpersonal im Schulalltag wohlfühlen.
Signaletik als Gemeinschaftsprojekt
Gemeinsam mit dem Grafikbüro Sägenvier entwickelten die Schüler:innen Zeichnungen für Garderoben, Werkraum, Küche oder Büro, die heute als Symbole und Beschriftungen im ganzen Haus sichtbar sind. Die Kinder werden so zu Mitgestaltenden ihrer Schule.










