Umspannwerk Bürs

Im Anschluss an das im Jahr 2011 von LANG VONIER Architekten geplante Gebäude wurde seit 2022 ein Neubau zur Unterbringung der bislang freistehenden 110-kV-GIS-Schaltanlage konzipiert. Die freistehende Anlage wird nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus abgebaut.

Der Neubau positioniert sich aufgrund seiner Überhöhe zurückversetzt von der Straßenflucht als massiver Baukörper und schließt rückseitig fassadenbündig mit dem Bestandsgebäude ab. Durch das Abrücken von der Bremschlstraße bleibt die Sicht auf das bestehende Gebäude frei.
Eine vertikale Fuge zäsiert das Volumen in zwei Teile. In dieser Fuge werden zurückhaltend Zugänge sowie Lüftungsöffnungen integriert.

Die Längsseiten erhalten eine Metallfassade aus Streckmetall in einem bronzefarbenem Ton, der sich an den Metallteilen des Bestandsgebäudes anlehnt. Die offenen Bleche ermöglichen die natürliche Belüftung der Traforäume und bilden einen Kontrast zur massiven Sichtbetonfassade.
In den Bereichen der Umspanner werden die Fassadenelemente demontierbar ausgeführt um auch zukünftig das Ein- und Ausbringen von Umspannern zu ermöglichen.

Die Sichtbetonfassade nimmt die Gestaltung der Sichtbetonfassade des bestehenden Betriebsgebäudes auf und führt diese fort. Die Hauptdächer werden mit einem extensiv begrünten Dach und einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

Ort
Bürs
Auftraggeber
vorarlberg netz
Architektur

Thomas Hennerbichler
Christian Vonier
Sabine Tschofen

Fotos
Thomas Hennerbichler